Bewahren und Teilen

 

Rückblick in die Vergangenheit

Wie wichtig das sorgfältige Bewahren unserer Fotos ist, wurde mir klar, als mein erster Sohn geboren wurde. Dann habe ich sie wieder hervorgekramt: Die Kinderfotos von mir, Fotos von meinen Eltern und von meinen Groß- und sogar Urgroßeltern. (Ja, auch von ihnen gab es einige wenige Bilder.) Ich habe mich gefreut, über jedes einzelne von ihnen, egal, ob farbstichig, verblasst, verknickt oder verkratzt. Ich fühlte mich in der Zeit zurückversetzt und bekam eine Vorstellung davon, woher ich komme. Wer und wie meine Großeltern und Urgroßeltern waren. Menschen, die ich gerne noch näher kennengelernt hätte.

Kleine Zeitkapseln

Obwohl die Fotos nicht immer pfleglich behandelt wurden, überdauerten sie 40 bis 100 Jahre, jedes für sich eine kleine Zeitkapsel. Ob unsere heutigen Digitalfotos auch so lange überdauern werden, dass sich unsere Enkel und Urenkel daran erfreuen können, ist eine offene Frage. Die Langzeit-Datenspeicherung immer noch eine echte Herausforderung. Man denke nur an das Verschwinden der Disketten aus unseren heutigen Computern. Ob man die Datenträger von heute (CDs, DVDs, USB-Sticks, SD-Karten) in 50 Jahren noch mit vertretbarem Aufwand auslesen können wird, darf bezweifelt werden. Heute gespeicherte Daten werden nur erhalten bleiben, wenn sie mit jeder neuen Speichertechnologie auf die neuesten Medien umkopiert werden. Wieviele wertvolle Fotos werden diesen Weg gar nicht erst beschreiten und auf alten, unlesbaren Datenträgern verbleiben?

Fotos professionell auf Papier bringen

Deshalb bin ich der Meinung: Die aussagekräftigsten Fotos von uns sollten nicht nur in digitaler Form sondern auch in einer langzeitbeständigen, unmittelbar nutzbaren Form aufbewahrt werden. In der Form von ausbelichteten oder gedruckten Fotos oder Büchern. Diese lassen sich jederzeit ohne jegliche technische Hilfsmittel wieder anschauen und bei Bedarf mit den verfügbaren Technologien reproduzieren.